Schweigen umhüllte den Raum.
Kein einziges Geräusch war zu vernehmen, nur der Wind, der leise aber mit verlangen um die Außenwände, des Hauses strich. Nur er allein konnte erzählen, was passiert war, dort in dem inneren des Hauses. Eine rote Flüssigkeit sickerte langsam aber stätig an einem Fenster herunter. Man hätte denken können, das es sich um Tomatenketchup handelte, jedoch war die Masse der Flüssigkeit zu Dick und zu dunkel dafür.
Leicht öffnete sich das Fenster mit einem unheilvollen knarzenden Ton, der die stille und das Schweigen für einen kurzen Augenblick unterbrach.
Etwas dran leise und geschmeidig in das innere des Hauses ein..und niemand bemerkte dieses eindringen, nur der Mond und der Wind waren Augenzeugen.
Kleine Schatten, die bei jeder Bewegung anders wirkten tanzten durch das Zimmer, die der Mond, mit seinem hellen Schein hervorbrachte. Ein süßlicher metallischer Geruch lag in der Luft und nur der Heimliche Besucher, bemerkte wohl diese Spur.
Wie liebreizend er sich doch an einen schmiegen konnte, der Geruch von jungen frischen unschuldigen Blut.
Neckisch bewegte sich das Wesen durch das dunkle Zimmer, und öffnete nur einen Spalt die Türe, die in einen Flur führte. Helle lila farbende Augen huschten neugierig durch den Flur, in der Hoffnung etwas erhaschen zu können, jedoch wurde sie leider enttäuscht und gab einen leisen und empörenden Schnaufer von sich.
Elegant wie sie war huschte sie nun mit aller Vorsicht durch den dunklen Flur und immer wieder huschten ihre Augen durch die Fremde Umgebung.
Alles schien für sie sehr verlockend, da dieses Haus unbekanntes Terrain war, zumindest für sie. Wieder stieg ihr dieser Verlockende Geruch in die Nase und schnell wanderte ihr Blick wieder zurück, in die Richtung, die sie gehen wollte.. Nein musste.
Es war ein inneres Verlangen, eine art rufen, der sie nicht widerstehen konnte. Langsam glitt sie weiter durch den dunklen Flur, ihre Schritte waren lautlos, als wäre sie nicht im hier und jetzt, sondern in einer zwischen Welt, die jedes Geräusch verzerren. Nun ob es so war oder nicht, wird wohl ihr kleines Geheimnis bleiben..vorerst zumindest.
Langsam blieb sie nun vor einer weißen Tür stehen. Etwas dunkles klebte an dieser und war leicht verschmiert. Sie rümpfte leicht die Nase als sie den Geruch wahrnahm.
Es handelte sich um älteres Blut, das nun an der Tür vor sich hin trocknete.
Vorsichtig schritt sie nun durch den Spalt, der an der Blutverschmierten Tür vorbei führte. Anscheinend hatte sie nun ihr Ziel erreicht, denn vor ihr auf dem Boden lag ein Mann und direkt neben ihm lag ein großer Kater, der schwer verwundet zu sein schien.
Ihre Augen verengten sich, sie konnte nur erahnen was hier geschehen war, dennoch war für sie der Grund noch immer unklar. Wer würde so etwas tun? Für einen Augenblick schloss sie ihre Augen, jedoch wurde sie von einem Geräusch erschreckt, der von dem Kater ausging. Ihr Rückenfell hebte sich leicht, als sie ein Schmerzhaftes stöhnen hörte. Langsam und vorsichtig ging sie auf ihn zu und musterte ihn genau. Sie hatte noch ihre zweifel wer er war, und was ihn hier her verschafft hatte. Der kater spürte ihre Anwesenheit und öffnete sein linkes Auge, das rechte Auge hielt er geschlossen und selbst wenn er es hätte öffnen wollen, so hätte er es nicht gekonnt, da eine lange klaffende wunde, dies verhinderte.Mit viel Abstand zu ihm betrachtete sie ihn und sah in sein Auge. Wieder erklang ein schmerzhaftes stöhnen von ihm aber es klang anders als zuvor, er versuchte etwas zu sagen..aber was wollte er sagen? Ihr sagen? Leicht legte sie den Kopf etwas schräg und stellte ihre Ohren noch mehr auf um ihn verstehen zu können."Was ist es, was du mir sagen willst? Was ist hier geschehen und was tust du hier an solch einem Ort?" Fragte sie mit sanfter aber ernster Stimme. Ihre Lila farbenden Augen funkelten ihn und versuchten zu verstehen was er ihr sagen wollte. Kurz schloss der Kater seine Auge und öffnete es wieder und es schien als würde es ihm mehr als schwer fallen dies zu tun. Er erblickte eine elegante Katze. Ihr Fell war lang, wie das einer langhaar Katze, Ohren und schwanz waren erstaunlich länger als bei anderen Katzen. Auf ihrer stirn konnte er einen lila farbenden Edelstein erkennen, genauso wie auf ihrer feingliedrigen Katzen schulter ein Symbol zu erkennen war. Sie war so wie er, eine Gestaltenwandlerin. Eine Vampirin. Ein mattes lächeln lag auf seiner Schnute." Ihr, warum seid ihr diesem Geruch gefolgt? Ihr wisst, das dies ein Gefährlicher Ort ist, wie ist euer Name Junge Dame?" meinte er und man hörte nun an seiner Stimme, das er älter war als sie, viel Älter aber was interessierte sie es wie alt er war? Er war so gut wie Tod. Leicht schloss sie ihre Augen und wanderte mit einem seitlichen Blick durch das Zimmer. " Nun.. alter Herr.. Ich bin halt sehr neugierig und wo Gefahr lauert, gibt es auch ein Abenteuer, ein Nervenkitzel, denn man sich nicht entgehen lassen sollte. Aber genug davon, ich habe euch zuerst gefragt, was ihr hier sucht, also weicht meiner Frage nicht aus, da kann ich sehr unangenehm werden, wenn ich nicht das bekomme was ich will.." meinte sie und sah ihn wieder mit ihren leuchtenden Lila Augen an.
Für einen kurzen Augenblick herrschte stille zwischen den beiden, bis der ältere Kater nun leise anfing zu lachen, wobei er aber nun direkt zurecht gewiesen wurde, da sein Körper durch das lachen nur noch mehr schmerzte." Verzeiht mir, aber ich habe euch nicht sofort erkannt. Ihr seid die Tochter des Clan Oberhauptes..nicht wahr? Alice?" meinte er leise und blickte sie fragend an. Als ihre blicke sich erneut trafen wendete sie ihren Kopf ab und nickte nur leicht" So wird es wohl sein, wenn ihr es so meint..oder vielleicht bin ich sie ja doch nicht sondern nur eine Illusion? Dennoch weicht ihr mir schon wieder aus..beantwortet meine Frage..!" meinte sie mit einem leisen knurrenden unterton in der Stimme.
Wieder musst der ältere Kater lachen und nickte nur leicht." Verzeiht mir. Ich kam hier her, weil ich beauftragt wurde, mich mit jemanden hier zu treffen. Der Mann der hier neben mir liegt gehört zu mir. Er trug einen Gegenstand bei sich, den ich mitbringen sollte, aber wir wurden getäuscht. Es war ein Hinterhalt, wir konnten nicht erkennen wer uns auflauerte. Sie töteten ihn zuerst, mich verwundeten sie schwer und dachten wahrscheinlich, ich sei tot. Sie ließen mich hier liegen und nahmen den Gegenstand mit."meinte er leise und schloss sein linkes Auge wieder. Alice hörte ihm aufmerksam zu und nickte nur leicht mit dem Kopf." Ich verstehe, um was handelte es sich bei diesem Gegenstand? Ein Relikt?" meinte sie leise. Wahrscheinlich war es so, aber warum das ganze? Nur wegen eines Reliktes solch eine Sauerei an zu richten? Wohl kaum." Nun aber ihr seid sehr einfältig, auf so etwas herein zufallen." meinte sie spöttisch und schnalzte dabei leicht mit der Zunge. Der ältere Kater öffnete sein Auge wieder und betrachtete sie. Es war erst das zweite mal das er sie zu Gesicht bekam, auch wenn sie für ihr alter schon recht vorlaut war, so strahlte sie jedoch etwas aus, das ihn erschauern lies." Ja da habt ihr wohl recht, es war töricht nur zu zweit hier her zu kommen, aber was geschehen ist, ist nun einmal geschehen und kann nicht rückgängig gemacht werden.
Um den besagten Gegenstand handelte es sich um einen Vampirischen Kristall, der sehr selten und Gefährlich zu gleich ist. Er wurde in meiner Familie weiter gereicht, als eine art Erbstück. Es ist genau die art von Kristall die ihr auf euer Stirn habt Alice und ihr könnt euch sicherlich vorstellen, welche aus Maße es annehmen kann, würde er in falsche Hände geraten." nuschelte er leise und Alice musste sich schon sehr anstrengen um ihn zu verstehen. Leicht nichte sie nun." Ja das mag sein, aber ihr vergesst, das er bereits Gestohlen wurde und somit sehr wahrscheinlich schon in falsche Hände geraten ist! Was gedenkt ihr nun dagegen zu unternehmen?" meinte sie schnaufend und sah ihn eindringlich an, jedoch der ältere Kater sah sie nur mit leeren Augen an, ein leichtes flackern lag in seinem linken Auge und nur leicht schüttelte er den Kopf. " Verzeiht mir, aber ich denke ich werde dagegen nichts mehr tun können. Mein Körper beginnt bereits sich vorzubereiten, meine Wunden sind zu schwer um weiter zugehen und ich bin zu alt um mich aufzuraffen, selbst als Vampir, lebt man nicht ewig und die kräfte der selbst Heilung besitzt meine Familie nicht. Ich bitte euch, das ihr dieses Ereignis vergesst und hier nie wieder hinein geht. Der Kristall ist verloren und es gibt keinerlei hinweiße auf den Dieb,denn derjenige mit dem ich mich Treffen wollte ist auch tot."meinte er leise und legte seinen Kopf nun wieder auf den Boden und schloss sein Auge langsam. Alice die ihm noch immer zu hörte und dort vor ihm saß wo sie sich hin gesetzt hatte, ging nun etwas näher an ihn heran." Clife...du musst mir sagen wer es war mit wem du dich treffen wolltest..wie war sein Name..?" beschwörte sie ihn, jedoch lies er die Augen zu und nur ein leises flüstern ging von ihm aus und als sie verstand was er meinte glühten ihre Augen nur noch mehr. // Dalarion?! Ich kenne diesen Namen..War er nicht der Sohn von Algaron?..Verflucht wenn das stimmen sollte. Ich muss dem auf den Grund gehen.. aber was meinte er damit...ich solle in den Brunnen steigen? Welcher Brunnen? er meint doch nicht etwa den Brunnen??// Dachte sie und war für einen Augenblick vollkommen in ihren Gedanken Versunken, bis plötzlich Clife hell aufleuchtete und ein starker Windzug von ihm Ausging. Sichtlich erschrocken schaffte sie es noch im letzten Moment sich in Sicherheit zu begeben, mit einem Sprung war sie hinter dem umgekippten Tisch verschwunden der im Zimmer vorher gestanden hatte, der aber schon vorher dort gelegen hatte, wahrscheinlich war er durch das Geplänkel von Clife, seinem freund und den Dieben entstanden. Nur langsam traute sie sich hinter dem Tisch weg und sah mit Aufgerissenen Augen zu der stelle an dem eben zuvor noch Clife gelegen hatte. Sie hatte mal davon gehört, das wesen implodieren können, aber das es wirklich stimmte was man so sagte hätte sie nicht Gedacht. Ihr Herz raste schnell, fast zu schnell, so das es schon fast schmerzte. Langsam ging sie wieder zu der stelle und strich mit einer Pfote über den feinen Staub, den Clife hinterlassen hatte. Ein beduaern lag auf ihrem Gesicht, sie kannte ihn recht gut, er diente ihrem Vater und es war nie etwas schlechtes, ihr zu Ohren gekommen über ihn. Sie saß dort noch eine weile, eh sie sich nun doch aufmachte und das Haus Verlies.
Als sie durch das hohe gras ging, dachte sie gar nicht daran zurück zusehen, dennoch verharrten ihre Gedanken an die Ereignisse, die eben passiert waren und sie dachte an den Brunnen und an das was Clife ihr noch gesagt hatte. Sollte sie ihren Vater davon in Kenntnis setzen? Nein wohl besser nicht, zuerst sollte sie allein dieser Sache nachgehen und dann ihrem Vater alles erzählen, wenn sie genug Informationen gesammelt hatte. Nichts desto trotz, machte sie sich nun aber erst einmal auf den Rückweg nach Hause, ihr verschwinden hatte bestimmt einen Tumult ausgelöst.
Sie kannte ihren Vater gut..wahrscheinlich suchten sie schon nach ihr. Ein neckisches lächeln legte sich auf ihr Gesicht. Sie war kein Kind mehr, auch wenn sie noch immer teilweise wie eines behandelt wurde..Ihr blick viel hoch zum Mond der noch immer sich in seiner vollen bracht ihr zeigte..und leise nuschelte sie."Du und ich.. wir sind wohl die einzig'sten Stillen zeugen, in dieser Nacht..." und wendete ihren Blick wieder vor sich um ihren Weg fortzusetzen.
Freitag, 16. Oktober 2009
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